Häufig gestellte Fragen
Antworten zu unserem Wohnprojekt
Hier finden Sie alle wichtigen Informationen rund um unsere Gemeinschaft, das Grundstück in der Russenstraße, Genossenschaftsanteile, Mieten und den Zeitplan.
Idee, Gemeinschaft & Inklusion
Wir schaffen kein anonymes Mietshaus, sondern ein inklusives, mehrgenerationales Wohnprojekt für ca. 29 Wohneinheiten. Bei uns wohnen Familien, Senioren, Menschen mit kleinerem Einkommen und Menschen mit Behinderung Tür an Tür in gelebter Nachbarschaft.
Geplant sind unter anderem 2–3 geschützte Wohngruppen für jeweils 4 Personen ab 18 Jahren mit Handicap inklusive zentraler Räumlichkeiten für Betreuung und Pflegepersonal. Damit bieten wir verlässliche Struktur, Schutz und Selbstständigkeit.
Unsere Wohngruppen sind bewusst klein und persönlich gestaltet, damit ein gutes Miteinander im Alltag gelingt. Ob eine Wohngruppe für eine anfragende Person passt, entscheiden wir deshalb nicht pauschal, sondern im Einzelfall. Unser Arbeitsbereich Inklusion begleitet diesen Prozess gemeinsam mit den Betroffenen, ihren Familien und in enger Abstimmung mit Beratungsstellen und Fachärzten. Ausschlaggebend sind der individuelle Unterstützungsbedarf, die Tagesabläufe und die bestehende Gruppendynamik vor Ort, nicht eine bestimmte Diagnose. Das bedeutet konkret: Wir können nicht jede Anfrage sofort in jede Gruppe integrieren. Das hat nichts mit mangelnder Offenheit zu tun, sondern damit, dass ein gutes, tragfähiges Zusammenleben für alle Beteiligten im Vordergrund steht.
Neben den eigenen barrierefreien Wohnungen verbinden uns gemeinsam genutzte Innen- und Außenflächen, ein großer Garten, ein integratives Kiez-Café sowie die Möglichkeit zur Nutzung von Begegnungsräumen (z. B. in Kooperation mit der Kirchgemeinde).
Grundsätzlich alle Menschen, die sich ein solidarisches Miteinander wünschen. Wir suchen aktiv Nachbarn jeder Generation sowie Familien und Einzelpersonen, die Werte wie Barrierefreiheit, Inklusion und gegenseitige Rücksichtnahme teilen.
Grundstück, Gebäude & Zeitplan
Das ebene, ca. 2.500 m² große Grundstück (bestehend aus 3 Flurstücken) befindet sich in der Russenstraße (zwischen Margarete-von-Wrangel-Straße und Trendelenburgstraße), unweit der Herzklinik und in ruhiger, grüner Nachbarschaft.
Die Straßenbahnlinie 15 sowie Busse im Ortskern Probstheida sind in ca. 6 Fußminuten erreichbar. Auf dem Grundstück planen wir PKW-Stellplätze für Bewohner, Stellplätze für TeilAuto (Carsharing) sowie Platz für Behindertenfahrdienste.
Von der aktuellen Vorplanung über den Bauantrag und Erbbaurechtsvertrag bis zur Baufertigstellung planen wir einen überschaubaren Rahmen von ca. 3 Jahren.
Der Neubau richtet sich nach dem § 34 BauGB (Einfügen in die Umgebungsbebauung) und wird komplett barrierefrei nach DIN 18040 umgesetzt. Zudem fließen moderne Energiestandards und nachhaltige Baukonzepte ein.
Die architektonische Planung wird von Dirk Stenzel vom Architekturbüro ASUNA durchgeführt. Geplant ist, das Büro mit den Leistungsphasen 1 bis 8 nach HOAI zu beauftragen.
Rechtsform, Genossenschaft & Eigentum
Die GbR dient uns als unkomplizierte Zwischenrechtsform, um die ersten Verhandlungen und Vorplanungen abzuwickeln. Unser Ziel ist die Gründung einer Genossenschaft.
Das Grundstück gehört der Evang.-Luth. Kirchgemeinde Probstheida - Störmthal - Güldengossa - Wachau und ist für uns reserviert. Der langfristige Erbbaurechtsvertrag (Laufzeit 75 Jahre) wird mit der Genossenschaftsgründung final abgeschlossen, da ein Vertragsabschluss erst als Genossenschaft möglich ist. So sparen wir hohe Grundstückskaufkosten.
Eine Wohnungsgenossenschaft gehört ihren Mitgliedern selbst. Das Gebäude kann nicht gewinnbringend weiterverkauft werden, was dauerhaft bezahlbare Kosten und ein lebenslanges Wohnrecht garantiert.
Ja. In einer Genossenschaft gilt das Demokratieprinzip: Jedes Mitglied hat in der Generalversammlung eine Stimme – unabhängig von der Höhe der eingebrachten Anteile.
Wir arbeiten eng mit dem Netzwerk Leipziger Freiheit (NLF) sowie spezialisierten Beraterinnen und Beratern für Genossenschaftsgründungen und Notaren zusammen.
Finanzen, Kosten & Förderung
Unser erklärtes Ziel in der Kalkulation ist es, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen und mit den Kaltmieten spürbar unter dem ortsüblichen Leipziger Mietpreisspiegel zu bleiben.
Durch den Erwerb von Genossenschaftsanteilen bringt jedes Mitglied Eigenkapital in die Genossenschaft ein und sichert sich sein dauerhaftes Wohnrecht. Die genaue Staffelung der nutzflächenbezogenen Anteile wird derzeit innerhalb der Baugruppe final abgestimmt.
Jeder Mieter wird Mitglied der Genossenschaft. Dafür fallen ein einmaliges Eintrittsgeld sowie 1–2 Pflichtanteile (jeweils 100 €) an. Ergänzend kommen nutzflächenbezogene Anteile hinzu, die sozial gestaffelt und auf Wunsch auch in Raten gezahlt werden können.
Ja, wir prüfen und nutzen fortlaufend alle greifbaren öffentlichen Förderprogramme für soziales und ökologisches Bauen sowie Förderungen zur Unterstützung von Genossenschaftsgründungen und barrierefreiem Wohnraum.
Das Gesamtvolumen für den Bau und die Gestaltung des Wohnprojekts liegt nach aktuellen Schätzungen bei ca. 6 Millionen Euro, die sich aus Eigenmitteln, Bankkrediten, Förderdarlehen und Direktkrediten zusammensetzen.
Ihre Frage war nicht dabei?
Wir antworten Ihnen gerne persönlich! Schreiben Sie uns eine E-Mail an info@probstheida-wohnvielfalt.de oder nutzen Sie unser Kontaktformular.